Heute morgen standen das erste Mal Asanas auf dem Plan. In der Halle angekommen, musste ich schauen in welchem Quadranten ich mich heute einzufinden habe. Grün soll sich laut Plan auf den Screens in der hinteren Reihe ganz links einfinden. Also einen Platz suchen, Matte ausrollen, Props verstauen und ein paar bekannte Gesichter begrüßen. Ich schätze wir sind so 25-30 Yogis aus Deutschland, da alle den Farbcode Grün haben, läuft man sich zwangsweise irgendwann über den Weg.

Jeder Quadrant hat einen Lehrer zugewiesen bekommen, der während des Unterrichts durch die Reihen geht und korrigiert. Das finde ich sehr gut, da man doch sonst in der großen Menge schnell untergeht.

Nach der Invocation mit Geetaji folgte dann die erste Yoga-Sequenz. Wir haben 3 Stunden geübt. Davon 2 Stunden Asanas, dann eine kurze Pause und dann wurde ausführlich Shavasana unterrichtet. Die Asanas werden sehr lange gehalten, dann zwischendurch anhand der Models auf der Bühne, Fehler aufgezeigt und korrigiert und dann nochmal dasselbe Asana unterrichtet. Wundert Euch also nicht, wenn die Sequenz sehr kurz erscheint. Glaubt mir, es war anstrengend 😉

„Let your body break into pieces to get peace of mind“ – Geetaji Iyengar
Yoga-Sequenz: Tag 1
Tadasana
Urdhva Hastasana (Variation: Hände über vorne heben, Hände über Seite heben)
Adho Mukha Svanasana
Trikonasana
Upavistha Konasana
Parsvottanasana
Uttanasana
Virabhadrasana II
Virabhadrasana I
Chattuspadasana -> Hände wie in Setubandha Sarvangasana setzen
Shavasana (Füße mattenweit)

Der Unterricht ging bis 13 Uhr und dann 1 1/2 Stunden Mittagspause zum Essen. Das Essen soll alle Facetten Indiens aufzeigen. Heute stand Nordindien Pate für das Menü.

Es gab:
Dahi Sev Puri
Shahi Kofta Curry
Kashimiri Dum Aloo
Chappati
Vegetable Biryani
Gulab Jamun
Papad / Pickle

Und das sah so aus

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Mein Mittagessen heute

Mein Favorit sind die Dahi Sev Puri. Das ist ein Chaat, also ein Streetfood hier. Hier werden knusprige Puris mit knusprigen Kartoffeln (oder gekochten Kartoffeln) gefüllt, getoppt wird das ganze mit einer Kombination aus süßen, sauren und scharfen Chutneys, Zwiebeln, knusprigen Nudeln und aufgeschlagenem Joghurt. Das werde ich definitiv zu Hause nachmachen. Und natürlich die leckeren Gulab Jamun, kleine Bällchen in Zuckersirup. Lecker.

In der Pause hatte man dann auch kurz die Gelegenheit eine Kokosnuss zu trinken, sich bei den Volunteers für ihre harte Arbeit zu bedanken und Kollegen zu treffen für ein kleines Foto.

Die Kokosnuss war sehr erfrischend, schade dass es mit dem Öffnen und auslöffeln nicht geklappt hat. Vor mir in der Schlange standen eine Inderin und eine, ich schätze mal Spanierin, und sie bekamen ihre Nuss aufgeschlagen zum Auslöffeln. Als ich dran war hieß es nur: „Only Juice man, no open.“ Tja, so ist das hier. Nicht jeder bekommt das Gleiche.

Nachmittags gab es eine Präsentation der Props, ihrer Entstehungsgeschichte und wie wir sinnvoll damit umgehen. Das es beim Einsatz der Props darum geht ein Bewusstsein dafür zu entwickeln was im Körper des Schülers vorgeht, sich quasi in seine Lage oder in seinen Körper zu versetzen und zu verstehen, was ihm hilft und wie. Eine wunderbare Präsentation von Abhijata Iyengar. Sie hat eine tolle Bühnenpräsenz und versteht es die Materie locker und mit Humor und doch auf den Punkt zu vermitteln.

Auf dem Rückweg zum Hotel habe ich ein Plakat von meinem Lieblings-Bollywood-Schauspieler Hrithik Roshan gesehen. Das musste natürlich fotografiert werden und darf in meinem Blog nicht fehlen 😉

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Hrithik Roshan

Dann kurz Duschen, Blog schreiben und gleich treffe ich mich noch zum Abendessen mit 2 Kolleginnen. Südindisches Essen steht auf dem Plan. Ich bin gespannt.

Bisher habe ich auch alles gut vertragen und war vorsichtig. Kein normales Wasser, auch nicht zum Zähneputzen, keine Eiswürfel, keinen Salat, kein Gemüse oder Obst was nicht geschält und/oder gekocht ist, etc.

Einige andere sind oder waren schon krank. Toitoitoi, da hätte ich ja jetzt auch keine Lust drauf, wenn man nur so kurz da ist und dann einen Teil oder den ganzen Workshop verpasst.

Abendessen mit Freunden und Kollegen. Sehr netter Abend. Wir sind dann doch hier im Hotel geblieben. Viel gelacht, gegessen und diskutiert. Der perfekte Abschluss für den Tag.

Morgen muss ich sehr früh raus. Unterricht beginnt um 8:30. Das Frühstück wird dann auch etwas spärlich ausfallen. Aber so ist es von Geetaji auch vorgegeben. Etwas Obst, einen Tee und vielleicht 2 Kekse. Aber Mittags gibt es ja lecker Essen. Das reicht dann. Sonst nehm ich hier hinterher noch Unmengen zu 😉

XOXO
Eure Silke

Geschrieben von Silke

    1 Kommentar

  1. Mama 8. Dezember 2015 at 18:30 Uhr Antworten

    hallo mein Kind schön täglich deine Berichte von deinem Reisetagbuch zu lesen .wir hoffen es geht dir gut bis bald Mama und Papa .

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