Yoga Lexikon

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Yogalexikon – M
Mantra
Das Wort Mantra hat seinen Ursprung im Sanskrit und setzt sich zusammen aus den beiden Wortwurzeln manas (Geist) und tram (Instrument). Man könnte es also frei übersetzen als ein Instrument des Geistes. Mantras bezeichnen heilige Silben, heilige Worte oder heilige Verse. Durch das Sprechen oder Singen des Mantras soll sich die spirituelle Kraft im Körper manifestieren und der Geist an das Mantra binden. So sollen mentale und spirituelle Energien frei gesetzt werden.

Welche Formen von Mantras gibt es?

Man unterscheidet 3 Grundarten von Mantras:

  1. Bijas. Das sind einsilbige Mantras die in Zeremonien oder speziell in der Meditation verwendet werden. Nach tantrischer Lehre können diese Mantras auch auf das jeweilige Chakra (Energiezentrum) wirken. (ram – Feuer, lam – Erde, vam – Wasser, yam – Luft, ham – Äther). Das bekannteste einsilbige Mantra ist Om, die Ursilbe, die alle anderen Mantras in sich vereint.
  2. Nirguna. Wörtlich „ohne Form“. Diese Mantras richten sich an das formlos Göttliche, also nicht an eine spezielle Gottheit.
  3. Saguna. Wörtlich „mit Form“. Diese Mantras richten sich an eine spezielle Gottheit, z.B. Das Ganesha-Mantra Om Gam Ganapataye Namaha.

Wie wirkt ein Mantra?

Laut einer Studie der Universität Göteborg („Music structure determines heart rate variability of singers„, Frontiers in Auditory Cognitive Neuroscience (doi: 10.3389/fpsyg.2013.00334)) verändert das Mantra-Singen oder auch der stille Klang der Worte und Silben die Atmung. Es gibt laut der Studie einen Zusammenhang zwischen der Veränderung der Atmung und der Veränderung unseres Herzschlags. So verlangsamt sich der Herzschlag beim Ausatmen. Also gerade in Zeiten der inneren Unruhe oder Angst, wenn das Herz schneller schlägt, kann ein Mantra für ein Verlangsamen des Herzschlags sorgen und so für mehr Ruhe und Gelassenheit.